Wenn Kinder missverstanden werden

pregnant-775036_1280Guten Morgen ihr Lieben,

ich dachte mir, wenn ich schon mal wach bin, kann ich gleich meine Gedanken notieren die mir gerade so durch den Kopf gehen.

Alle die Kinder haben kennen das nur zu gut. Das Kind weint, wir haben schon alles versucht, doch jeder Versuch ist gescheitert. Oder das Kind geht in die Krippe/Kindergarten. in der Früh gabs noch viele Tränen, weil euer Kleines nicht hin wollte. Selbst in der Gruppe auf dem Arm der Mama scheint die Situation sich nicht zu verbessern. Doch komischerweise, bei der Übergabe hört euer Kind auf zu weinen. Viele Eltern denken sich dann „prima, dass das so gut klappt. Ich kann in ruhe arbeiten gehen“! Wer hat diese Situation von euch so, oder so ähnlich schon einmal erlebt? Bestimmt 90 % der Eltern. Aber ist es wirklich so das nach der Trennung der Eltern alles gut ist? Ich denke nicht, wer wissen möchte warum liest einfach weiter.

Stellt euch vor, euch als Eltern ist etwas schlimmes passiert, so schlimm das ihr weinen müsst. Im Moment ist euer Partner da um euch auf zu fangen und trost zu spenden. Doch plötzlich seit ihr in der Öffentlichkeit. Was machen wir Erwachsenen dann automatisch? Wir unterdrücken unsere Emotionen, weil viele fremde Menschen da sind. Nichts anderes machen Kinder in solchen Situationen auch. Um Emotionen und Gefühle zeichen zu können, muss eine Bindung bestehen. Wenn Kinder in der Früh weinen weil sie nicht in die KiTa wollen, und sobald die Erzieherin euer Kind auf dem Arm hat, euer Kind auf hört zu weinen, könnt ihr davon aus gehen das die Bindung zu der jeweiligen Erzieherin noch nicht groß genug ist um Gefühle oder Emotionen zu zu lassen. Bei Kindern in Krippen ist der Fall nochmals schwieriger. Im alter von 0-3 schaffen die Kinder eine Bindung von bis zu 1-2 Menschen auf zu bauen. Dabei ist die primäre Bindung zu der Mutter und die sekundäre Bindung zum Vater.  Ab dem 5. Monat haben die Kinder erfahren das das ihre Bezugspersonen sind auf die Verlass ist. Dies ist die Phase in der sie beginnen zu „fremdeln“. Wenn jetzt der Fall eintritt und ein Elternteil über längere Zeit weg bleibt, z. B. wegen der Arbeit, wird das Kind erst wieder eine Zeit brauchen damit das Urvertrauen stabilisiert wird. Das Kind wird sich die erste Zeit eher an die Bezugsperson halten die immer da war. Auf sie ist ja verlass. Die Natur hat das klever eingerichtet. Es ist für das Kind überlebensnotwendig.

Wenn jetzt auch noch Erzieherinnen, andere Kinder und evtl. die Eltern von anderen Kindern in diesen Kreis des Kindes eintreten, kann verschiedenes passieren. Entweder es schafft es nicht in der Krippe wirklich an zu kommen, wie ich schon viele Kinder erlebt habe. Dies ist in meinen Augen etwas positives, da ich sehe das die Bindung zu den Eltern sehr stabiel ist. Die Erzieherinnen werten dies oft völlig falsch. Oder die 2. Variante, die Bindung zu den Eltern wird schwächer. Dies passiert dann, wenn die Kinder länger in der Krippe sind wie Zuhause bei den Eltern. Oder ihr sicherer Hafen dadurch verlohren gegangen ist. Dann suchen sie sich Menschen die sie auffangen. dies können im Notfall auch Erzieherinnen sein, wenn sie sich dort sicherer fühlen als daheim. Ich habe auch schon Kinder erlebt die in der Früh die Mama oder den Papa vollkommen ignoriert haben, sobald sie mich gesehen haben. Das war für mich immer ein Zeichen dafür das die Kinder sich nicht versorgt oder sicher genug fühlten. Oder wenn z. B. Wochenende ist, und das Kind möchte aber unbedingt in die Kita. Es fängt schon an Schuhe und Jacke an zu ziehen weil es in die Kita will. Das ist kein Zeigen der Freude. Das Kind das so ein Verhalten zeigt sieht die KiTa als sein Zuhause an. Es möchte einfach wieder Nachhause gehen. Für das Kind sind die Eltern und das Haus oder die Wohnung nicht mehr das Zuhause, da es dort keine Sicherheiten fürs überleben mehr bekommt.

Es gibt noch eine 3. Variante. Das Kind wird in der Kita abgegeben, und erlebt über längere Zeit eine Trennung von den Eltern wird zu einer Erziehrin ab gegeben zu der das Kind noch keine oder nur wenig Bindung hat. Dann kann im schlimmsten Fall passieren das dem Kind das vertrauen in die Erzieherin fehlt, aber auch das Vertrauen und die Urbindung zur Mutter bricht. Das erkennt man daran das das Kind bei den Eltern keine Emotionen oder Gefühle mehr zeigen kann. Das Kind wird dann auch auf dem hin weg in die KiTa nicht mehr weinen, weil es genau weiß, es wird nicht gehört. Viele Erzieherinnen und Eltern nennen dies dann „Vortschritt“ weil es nicht mehr weint.

Also liebe Eltern, mein Fazit aus diesen Jahren in den ich in der Krippe gearbeitet habe ist, bitte bringt eure Liebsten in keine Krippe. Sie verhindern das wachstum eurer Kleinen da Bindung in diesem Alter alles ist. Ohne Bindung kein vorwärts kriechen (wie die kleine Schnecke)

Falls ihr Situationen erlebt habt, mit euren Kindern, in den ihr einfach nicht gewusst habt was los war, könnt ihr diese gerne unten schildern. Ich freue mich auf viel austausch.

P.S.: Ich möchte an dieser Stelle auch auf die Videos hinweisen, die ich auf meiner Facebookseite gepostet habe. Dagmar Neubronner, Kinder als Wahre.

 

Eure Kathrin

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