Kinder und ihre Ängste

Hallo ihr Lieben,
das Thema das ich heute herraus gesucht habe, ist für viele Kinder ein sehr heikles Thema, dass wir Erwachsenen auf jeden Fall ernst nehmen sollten. In diesem Bericht möchte ich aufführen welche Ängste es geben kann, mit was sie in Zusammenhang stehen können und wie wir die Kinder positiv unterstützen können diese Ängste zu überwinden.

Es gibt 2 verrschiedene Arten von Ängsten.
1. Die Angst die jede Entwicklungsstufe mitbringt und
2. Die personalisierte Angst.

Ich möchte auf beide hier näher eingehen.

Zu 1. Dies hier ist eine Angst die für das Überleben hier auf der Erde notwendig ist. Dazu gehört als aller erstes das „Fremdeln“ mit ca 5-8 Monaten. Kinder in diesem Alter haben erkannt, das ihre Eltern für sie da sind und ihnen alles geben was sie brauchen um zu Leben. Diese Angst setzt vorraus das sie „fremd“ und „vertraut“ zu unterscheiden wissen. Die Bindung zu den Eltern wächst ab diesem Zeitbunkt immer mehr, und somit auch das Vertrauen. Ihr könnt eurem Baby in dieser schwierigen Zeit helfen, indem ihr es so oft es geht bei euch habt. Gebt es nicht in andere Hände, und sei es die Oma. Dies ist eine Phase und vergeht auch wieder sehr schnell. Hört wieder auf euren Instinkt. Er wird euch sagen was zu tun ist.
Meistens gibt es mit 1-2 Jahren nochmals eine Trennungsangst, diese ist aber oft nicht so stark ausgeprägt wie das „Fremdeln“ ob diese Angst auftritt oder nicht hängt auch von dem Kind und der Familie ab. Jetzt ist das Kind in einer Phase in der sich der Radius schnell vergrößert hat. Es hat laufen gelernt. Die Eltern sind dann für das Kind der „sichere Hafen“. Es kehrt immer wieder zu den Eltern zurück um sich von ihrer Anwesenheit zu überzeugen. Ihre Funktion ist es, das Kind davor zu bewahren, mit seiner neu gewonnennen motorischen Fertigkeit des Wegkrabbelns und Weglaufens in den sicheren Tod zu laufen. (Übertieben dargestellt)
Somit setzt jede Angst auch eine bestimmte Fähigkeit voraus.

Jedes Alter und jeder Entwicklungsstand bringt somit seine eigenen Ängste mit sich. Je nachdem in welcher Phase das Kind sich befindet. Ich möchte an die Eltern appelieren. Bitte bleibt in eurer Kraft, und versucht auf euer Herz und auf euren Instinkt zu hören. Es kommen viele Menschen mit ach so tollen Ratschlägen auf euch zu, am aller wichtigsten ist aber das ihr das tut was ihr für richtig haltet, denn das ist das was das Kind im Moment benötigt.

Zu 2. Die Personalisierte Angst. Dabei überschneiden die Begebenheiten sich oft mit Punkt 1 da hierfür auch immer ein bestimmter Entwicklungsstand benötigt wird.

Eines der personalisierten Angst, ist es für Kinder im dunkeln zu sein oder zu schlafen. Ihre Phantasie ist so weit ausgebaut das sie sich in dieser Phase sehr viel vorstellen können. Z. B.  Das Monster unter dem Bett. Wichtig ist hier wieder, nehmt eure Kinder ernst wenn es sagt, es hat Angst, das jemand im Zimmer ist. Im Moment ist diese Situation sehr real für das Kind. Als ersten Schritt, sprecht mit dem Kind. Aber am besten nicht am Abend vor dem Schlafen drüber reden. Sucht euch am Tag einen Moment der Ruhe aus und Fragt euer Kind: „Was ist denn in deinem Zimmer?“ Am einfachsten könnt ihr solche Ängste vorbeugen indem sie bei euch im Bett mit schlafen, ein Familienbett gründen. Auch wenn dies in der Mainstreamwelt sehr verpöhnt ist, bin ich dennoch dafür. So kann euer Kind sich geborgen und sicher fühlen, wenn es einschläft. Eine weitere Möglichkeit bieten Rituale vor dem Schlafen. Wie ich in meinem Video schon berichtet habe. Zündet eine Kerze an, erzählt euch gegenseitig von eurem Tag, und dann darf euer Kind sich einen super schönen Traum herraussuchen, aus seiner Traumkiste. So schläft euer Kind mit einem schönen Gedanken ein. Denn auch Albträume führen zu Ängsten am Tag.

Es gibt auch Ängste der Kinder die wir Erwachsenen überhaupt nicht nachvollziehen können in diesem Moment, z. B. euer Kind mochte schon immer Baden, und heute sträubt es sich mit Händen und Füßen dagegen. Wir fragen uns, was da los ist. Im Alter von 1-3 Entwickelt sich das kognitive Denken sehr schnell. Sie sind zu dieser Zeit, im magischen Denken. Das heißt, sie fühlen sich noch nicht getrennt von allem. Sie fühlen das alles Leben ist. Auch in einem Stein sehen sie eine Seele. Ihr seht, euer Kind lebt zu dieser Zeit in einer ganz anderen Welt wie wir Erwachsenen. Da gibt es auch Dinge die Angst machen. Z. B. Wer sagt mir denn das der Abfluss mich nicht mit hinunter saugen kann. Das das Rohr viel zu klein ist, sehen die Kinder in diesem Moment nicht. Der Gedanke ist da.

Oft representieren solche Ängste auch Situationen aus dem Alltag. Das Kind erkennt noch nicht das Aggressionen oder Wut aus dem Inneren oder von Außen zu diesen Ängsten führt. Überprüft doch ein mal ob euer Kind am Tag überfordert worden ist, weil es ja schon so groß und vernünftig sein soll. Dabei kann Überforderung nicht nur heißen, dass ihr durch besondere Strenge von eurem Kind zu viel an Selbstbeherrschung und Disziplin verlangt habt, sondern auch, dass ihr es ohne Regeln und Grenzen allein gelassen und ein Zuviel an Selbstkontrolle verlangt habt. Eine große Anforderung, die dieses Alter an euer Kind stellt, sich selbst, die eigene Aggression und Wut zunehmend zu kontrollieren. Doch allein schafft es das jetzt noch nicht. Eine wirksame Hilfe gegen Ängste ist also auch das Grenzen setzen. Denn es ist die Aufgabe der Eltern, das Kind bei der Kontrolle seiner Impulse zu unterstützen.

Ein kleines Beispiel aus meinem eigenen Leben. Ich habe eine 5 Jahre jüngere Kusine. Ihre Eltern haben sie als strafe immer in ihr Zimmer geschickt. An einem Tag als sie bei uns zu besuch war, waren wir im Wohnzimmer und spielten ein Tischspiel. Mir war kalt und ich wollte gerade die Tür zu machen, als sie anfing panisch zu weinen. Sie hatte sehr große Angst in diesem geschlossenen Raum zu sein. Ich ließ sie dann natürlich offen. Und so können auch Eltern solche Ängste hervorrufen.

Egal welche Ängste eure Kinder haben, die Eltern sind der sichere Hafen, wie der Fels in der Brandung.

Angst kann nur da entstehen wo die Liebe fehlt

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Eure Kathrin

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